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Lesen Sie hier über die Neuigkeiten rund um das Thema Classic Cars.  

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Das AMAG Schaulager ist neu Teil der Swiss Industrial Heritage Freizeit- und Bildungsangebote zur Technikgeschichte und Industriekultur der Schweiz.

AMAG und EMPA

Was nützt es, wenn jemand seinen Oldie mit Synfuel betankt, dann einen Berg hochfährt und dann sagt, Synfuels funktionieren für Oldtimer.... ziemlich wenig, denn das ist keine wissenschaftliche Untersuchung. Doch genau dies machen aktuell die AMAG und die EMPA zusammen, sie erproben Synfuels in Oldtimern unter verschiedenen Bedingungen über einen längeren Zeitraum. Dazu gehören intensive Materialtests, Schmiermitteltests, Fahrversuche unter verschiedenen Bedingungen mit verschiedenen Fahrzeugen, Leistungsmessungen und Abgastests. Nach Abschluss dieser Tests Ende 2023 gibt es erstmals eine qualitativ und quantitativ saubere Analyse und Auswertung, die hoffentlich zeigt, dass Synfuels und Oldtimer harmonieren, reps. unter welchen Bedingungen sie das tun. Mit dieser Testreihe gehen AMAG und EMPA auch auf europäischer Ebene einen Schritt weiter, denn es ist der erste bekannte Test, der sich ausschliesslich um die Thematik Oldtimer mit Synfuels kümmert.

www.empa.ch
www.amag.ch

Für alle, die ihren Klassiker weiter nutzen wollen: Wir investieren in nachhaltige Treibstoffe

Die Zukunft des Autos in Europa und in der Schweiz wird elektrisch sein. Der Verbrennungsmotor wird in der Schweiz und vor allem weltweit aber noch lange eine Rolle spielen. Deswegen sind auch synthetische Treibstoffe ein wesentlicher Treiber für eine CO2 arme Mobilität. Weltweit sind aktuell rund 1,3 Milliarden Autos unterwegs. 2040 werden gemäss Berechnungen der EMPA allein in der Schweiz noch rund 2 Millionen Personenwagen mit Verbrennungsmotor unterwegs sein. Darunter viele Oldtimer, zudem viele landwirtschaftliche Fahrzeuge wie zum Beispiel der ikonische Porschetraktor. Nachhaltige Treibstoffe können als komplementäre Lösung zur Elektrifizierung zu einem CO2-neutralen Strassenverkehr beitragen. Gelingt es, die verbleibenden Personenwagen mit Verbrennungsmotor mit synthetischen Treibstoffen zu betreiben, dann können die CO2-Emissionen der Schweiz voraussichtlich um bis zu 10% gesenkt werden.

 

Die AMAG Gruppe setzt auf Technologieoffenheit und Fortschritt

Einige Technologien zur Dekarbonisierung der Mobilität müssen auch noch erfunden werden. Die AMAG Gruppe führte deswegen 2021 im Rahmen ihrer Klimastrategie eine interne CO2-Abgabe ein, mit der ein firmeneigener Klima- und Innovationsfonds finanziert wird. Mit Geldern aus diesem Fonds werden Schweizer Startups unterstützt, die Geschäftsmodelle oder Technologien zur Dekarbonisierung der Mobilität entwickeln.

Das erste Investment war die Beteiligung an der Synhelion AG. Die Synhelion AG wurde 2016 gegründet, um CO2-neutrale Treibstoffe auf den Markt zu bringen. Eine erste Pilotanlage wurde 2019 auf dem Dach der ETH in Betrieb genommen, eine erste Anlage in industrieller Grösse wird aktuell gebaut und im Verlauf von 2024 in Betrieb gehen. Synhelion verwendet für den Herstellungsprozess von synthetischen Treibstoffen Solarwärme, die einen thermochemischen Reaktor antreibt, in dem Kohlendioxid und Wasser in Synthesegas umgewandelt werden. Die tagsüber erzeugte Solarwärme kann durch kostengünstige thermische Energiespeicher gespeichert werden und ermöglicht so die Produktion von nachhaltigen Treibstoffen rund um die Uhr.

Welche Rahmenbedingungen erfüllt werden müssen, um den Preis für Synfuels auf ein normales Niveau zu bringen, wurde im Rahmen eines ETH Projekt erforscht, bei dem auch Synhelion beteiligt war. Dieses Projekt wurde im Rahmen der ETH Mobilitätsinitiative ermöglicht und wurde unter anderem von der AMAG initialisiert. Möchten Sie mehr erfahren? Hier finden Sie die Studienergebnisse.

 

Wir testen, ob und wie synthetische Treibstoffe im Alltag funktionieren

Als komplementäre Lösung zur Elektrifizierung im Strassenverkehr können synthetische Treibstoffe zu einem CO2-neutralen Verkehrssektor beitragen. Für den Bestandsfuhrpark und so auch für alle historischen Fahrzeuge sind synthetische Treibstoffe in der Theorie die naheliegende Lösung zur CO2-Reduktion. Zum Beispiel für Porsche: Über 70% aller gebauten Porsche sind heute noch immer auf der Strasse, in der Schweiz unter anderem auch der dritt- und viertälteste Porsche aus 1948, dem Gründungsjahr des Unternehmens. Auch viele Porsche Traktoren, von denen zwischen 1956 und 1963 rund 120'000 Stück gebaut wurden, erfreuen sich heute einer grossen Beliebtheit.

Doch sind Verbrennungsmotoren und synthetische Treibstoffe kompatibel? Dieser Frage geht eine Untersuchung der Empa in Zusammenarbeit mit der AMAG Gruppe nach. In verschiedenen Versuchsreihen und Fahrtests werden sowohl die Verträglichkeit von synthetischen Treibstoffen mit den Materialien und Komponenten in Oldtimern wie auch die Abgasemissionen untersucht. Die ersten Ergebnisse stimmen die Verantwortlichen sehr zuversichtlich.

 

Aktuell laufen zusammen mit der EMPA Tests mit Fahrzeugen, Materialtests und Leistungsmessungen rund um die Verwendung mit sythetischen Treibstoffen. Sobald diese Tests abgeschlossen sind, informieren wir Sie gerne persönlich über die Resultate.

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AMAG Classic startet Fahrversuche mit Synfuels

Synthetische Treibstoffe können einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Doch können sie problemlos in älteren Verbrennungsmotoren eingesetzt werden? Seit einigen Tagen erprobt die AMAG Classic Schinznach-Bad in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Empa synthetische Treibstoffe in ausgewählten Fahrzeugen im Realbetrieb.

Für den Bestandsfuhrpark und so auch für alle historischen Fahrzeuge in der Schweiz sind synthetische (das heisst: künstlich hergestellte) Treibstoffe aus mit regenerativen Energien hergestelltem Wasserstoff und Kohlendioxid in der Theorie die naheliegende Lösung zur CO2-Reduktion. Doch sind alte Technik und neue Treibstoffe kompatibel? Dieser Frage geht eine Untersuchung der Empa (Eidgenössische Material- und Technologieforschungsanstalt) in Zusammenarbeit mit der AMAG Gruppe nach. In verschiedenen Versuchsreihen werden sowohl die Verträglichkeit von synthetischen Treibstoffen mit den Materialien und Komponenten in Oldtimern, das Verhalten der sich typischerweise nur sporadisch im Einsatz stehenden Oldtimermotoren bei der Verwendung von synthetischen Treibstoffen wie auch die Abgasemissionen untersucht.

Seit einigen Tagen erproben die Experten der AMAG Classic in Schinznach-Bad nun synthetische Treibstoffe im Betrieb in ausgewählten Fahrzeugen. Nach einer vorgängig durchgeführten Material- und Verträglichkeitsprüfung von relevanten Fahrzeugkomponenten zwischen Tank und Einspritzung respektive Vergasern, die zwischen Herbst 2022 und April 2023 stattgefunden hat, sollen die aktuellen Fahrversuche nun zeigen, wie sich synthetische Treibstoffe im Realbetrieb verhalten.

Realbetrieb bei Oldtimern heisst bekanntlich, dass die Fahrzeuge einmal gefahren werden, anschliessend wieder weggestellt werden, um dann das nächste Mal bei schönem Wetter gefahren zu werden. Dieser unregelmässige Betrieb hat andere Auswirkungen auf die einzelnen Komponenten als ein täglicher Einsatz.

Die Versuchsreihe soll zeigen, ob sich die Hoffnung der Oldtimer-Besitzer erfüllt, in Zukunft auch mit ihrem Klassiker problemlos CO2-arm unterwegs zu sein.

Die bereits durchgeführten Materialverträglichkeitsprüfungen haben keine besonderen Auffälligkeiten gezeigt, was als Entscheidungsgrundlage für den Start von Fahrtests wichtig war. Die Testergebnisse werden aktuell noch detailliert ausgewertet. Gleichzeitig mit den Probefahrten wird auch geprüft, ob sich der Einsatz von synthetischen Treibstoffen erwartungsgemäss auf das verwendete Motorenöl auswirkt. Die Firma Motorex hat bereits vor den realen Fahrversuchen entsprechende Vorabklärungen getroffen. Gegen Ende der Versuchsreihe werden Leistungs- und Abgasmessungen die Versuchsanordnung abschliessen.

Die Empa forscht an neuen Verfahren für die Herstellung synthetischer Energieträger und Treibstoffe. Der für die Untersuchungen Verantwortliche, Christian Bach, Abteilungsleiter Fahrzeugantriebssysteme: «Theoretisch spricht nichts dagegen, dass ältere Autos mit dem neuen Treibstoff langfristig betrieben werden können, die ersten Ergebnisse stützen diese Hypothese. Doch ohne saubere Abklärungen dazu würde wohl kaum ein Sammler synthetische Treibstoffe in den zum Teil teuren Fahrzeugen einsetzen.»

Helmut Ruhl, CEO der AMAG Gruppe, ist überzeugt: «Synthetischer Treibstoff ist die Lösung, um neben dem normalen Bestandsfuhrpark auch das Kulturgut ‹Oldtimer› in Zukunft weiterhin mit gutem Gewissen zu bewegen. Bei weltweit 1,3 Mrd. Verbrenner-Pkw kann diese Technologie einen relevanten Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten. Deswegen hat sich die AMAG Gruppe am Schweizer Unternehmen Synhelion beteiligt, welches Solarfuel ab 2025 in industriellen Mengen herstellen will.»

Geballte AMAG Power an der Swiss Classic World

Wenn am 27. Mai die Tore der Swiss Classic World in Luzern aufgehen, wird die AMAG erstmals mit einem Gemeinschaftsstand der AMAG Classic Schinznach-Bad und des Porsche Zentrum Zürich, Classic Partner in Schlieren, präsent sein. So können die Besucherinnen und Besucher einen Überblick über die Klassik-Kompetenzen der AMAG Gruppe gewinnen. Ausgewählte Exponate widmen sich der Automontage in Schinznach-Bad, die vor fünfzig Jahren eingestellt wurde.

Im Laufe der Jahre hat sich die Swiss Classic World Luzern zur wichtigsten Klassiker- und Oldtimermesse der Schweiz entwickelt. In diesem Jahr findet sie vom 27. bis am 29. Mai wieder auf dem Gelände der Messe Luzern statt.

Nachdem die AMAG Automobil und Motoren AG und die AMAG First AG im letzten Jahr mit zwei verschiedenen Ständen präsent waren, werden für dieses Jahr die Kräfte gebündelt. Die AMAG Gruppe tritt mit einem grossen Stand in der Halle 2 und präsentiert so den Besucherinnen und Besuchern der Messe auf 400 m2 ihr gesamtes Klassikangebot auf einen Blick.

356. 911. Und viele mehr. Das Porsche Zentrum Zürich präsentiert eine Auswahl ihrer emotionalen Porsche Classic Fahrzeuge und bringt den Gästen näher, weshalb so viele Porsche Modelle im Laufe der Zeit zu Legenden wurden. Dass besondere Zeitzeugen besonderer Betreuung bedürfen, wird mit einem historischen Restaurationsprojekt direkt vor Ort gezeigt.

AMAG Classic Schinznach-Bad bringt erneut einige Exponate aus der Automontage-Zeit mit. Dazu gehören ein Standard Vanguard aus den frühen 50er Jahren, ein Chrysler Windsor 1957 Scheunenfund, der nach knapp 40 Jahren eben erst wiederentdeckt wurde, ein Dodge Dart von 1970 und zwei ami-Roller, ebenfalls aus Schinznacher Produktion. Weitere Fahrzeuge, die auch gekauft werden können, runden die Ausstellung ab.

Im eigenen Gastrobereich sorgt unter anderem der Bullibier-Bus dafür, dass niemand verdursten muss.

Und mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher beim Wettbewerb auf dem Stand auch attraktive Preise gewinnen, zum Beispiel ein Wochenende im Miet-Oldtimer.

Die Automontage Schinznach AG

In der Schweiz wurden im letzten Jahrhundert aus Steuergründen Fahrzeuge ausländischer Hersteller komplett montiert. So wurde Schinznach-Bad vor über 70 Jahren zu einem der grossen Automobilbau-Zentren der Schweiz. 1947 bot sich in Schinznach-Bad der Kauf eines Areals einer früheren Zementfabrik mit Fabrikationshallen an. Im gleichen Jahr erfolgte der Umbau in eine für damalige Begriffe moderne Kleinmontageanlage für Automobile. 1949 begann die ASAG (Automontage Schinznach AG) mit der Montage der ersten Plymouth- und Standard-Limousinen.

Im Laufe der Jahre wurden Steuergründe immer unbedeutender. Die Automontage-Autos überzeugten dafür mit einer den aus den USA fertig gelieferten Fahrzeugen deutlich überlegenen Fertigungsqualität. «Montage Suisse» wurde zum Qualitätslabel.

Doch gegen Ende der sechziger Jahre verfiel die amerikanische Autoindustrie hinsichtlich Hubraum und Leistung wieder dem Gigantismus. Zudem sorgte die Aufhebung eines festen Wechselkurses Dollar/Schweizer Franken dazu, dass der Dollar abgewertet wurde. So nahm das allgemeine Interesse an den wieder grösser gewordenen Plymouth Valiants und Dodge Darts laufend ab. Die Automontage konnte nicht mehr rentabel geführt werden. Hatte die Montage in Schinznach mit einem Plymouth begonnen, so lief sie vor 50 Jahren und nach 29’227 Einheiten wieder mit einem Plymouth aus.

Empa und AMAG testen die Verträglichkeit von synthetischen Treibstoffen

Synthetische Treibstoffe können einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Doch können sie problemlos in herkömmlichen Verbrennungsmotoren eingesetzt werden? Dieser Frage geht eine Untersuchung der Empa in Zusammenarbeit mit der AMAG Gruppe nach.

Auch wenn mittlerweile offensichtlich ist, dass die Zukunft des Personenwagens grösstenteils batterieelektrisch sein dürfte, wird es noch viele Jahre dauern, bis der Bestandsfuhrpark grossmehrheitlich umgestellt sein wird. Zudem sind in der Schweiz gemäss einer Studie der SHVF Swiss Historic Vehicle Federation rund 156'000 Veteranenfahrzeuge (älter als 30 Jahre) und viele Youngtimer zugelassen.

Für diesen Fuhrpark sind synthetische (das heisst: künstlich hergestellte) Treibstoffe aus erneuerbarem Wasserstoff und Kohlendioxid in der Theorie die naheliegende Lösung zur CO2-Reduktion. Doch sind alte Technik und neue Treibstoffe kompatibel? Dieser Frage geht eine Untersuchung der Empa, der Material- und Technologieforschungsanstalt im ETH-Bereich, in Zusammenarbeit mit der AMAG Gruppe nach. In verschiedenen Versuchsreihen wird sowohl die Verträglichkeit von synthetischen Treibstoffen mit den Materialien und Komponenten in Oldtimern, das Verhalten der Oldtimermotoren in deren typischen sporadischen Einsatz bei der Verwendung von synthetischen Treibstoffen wie auch die Abgasemissionen untersucht.

Die Versuchsreihe soll zeigen, ob sich die Hoffnung der Oldtimer-Besitzer erfüllt, in Zukunft auch mit ihrem Klassiker problemlos CO2-arm unterwegs zu sein.

Der bei der Empa für die Versuche verantwortliche Christian Bach meint: «Theoretisch spricht nichts dagegen, dass ältere Autos mit dem neuen Treibstoff langfristig betrieben werden können; ohne saubere Abklärungen dazu würde das neue Benzin jedoch kaum in den teilweise teuren Fahrzeugen eingesetzt. Da synthetische Treibstoffe aktuell erst in kleinen Mengen produziert werden, war die erste Herausforderung, einen geeigneten Treibstoff auf dem Markt zu finden.»

Dino Graf, der unter anderem auch die historische Fahrzeugsammlung der AMAG Gruppe verantwortet, ergänzt: «Synthetischer Treibstoff ist die Lösung, dass das Kulturgut "Oldtimer" auch in Zukunft weiterhin bewegt werden kann – und das fast so klimaneutral wie ein Elektroauto. Das ist mit ein Grund, warum sich die AMAG Gruppe auch am Schweizer Unternehmen Synhelion beteiligt hat, welches Solarfuel schon bald in industriellen Mengen herstellen will.»

Der Versuch startet im Sommer 2022 und dauert rund ein Jahr.

AMAG Classic Day erinnert an die Automontage

Da, wo 1948 die Geschichte des Käfers in der Schweiz begann und wo es über Jahrzehnte eine Automobilproduktion gab, findet im Juni 2022 zum ersten Mal der AMAG Classic Day statt: auf dem Gelände der AMAG Schinznach-Bad.

AMAG Schinznach-Bad blickt auf eine lange und erfolgreiche Historie zurück: Seit 1948 importiert die AMAG Gruppe Volkswagen in die Schweiz, 1951 kamen Porsche, 1967 Audi, 1984 SEAT und 1992 Skoda dazu. Von 1949 bis 1972 wurden zudem am Importstandort Schinznach-Bad auch rund 30'000 Fahrzeuge der Marken Chrysler, Plymouth, Dodge, DeSoto, Standard, Studebaker und VW Karmann-Ghia montiert.

Nun, fünfzig Jahre nach dem Ende der «Automontage Schinznach» und ein Jahr nach dem Start der AMAG Classic, dem ersten eigenen Kompetenzzentrum für Old- und Youngtimer, in Schinznach-Bad findet dort von 25. bis 26. Juni 2022 der erste «AMAG Classic Day» statt. Die «Automontage Schinznach» ist auch Thema einer Sonderausstellung. Ehemalige Lernende erzählen dabei aus der Zeit von «damals», Besucher können ausgewählte «Schinznacher Fahrzeuge» von 1949 bis 1972 kennenlernen und sich bei Führungen durch die alten Montagehallen in vergangene Zeiten versetzen lassen

Besonders willkommen sind Besitzerinnen und Besitzer von Fahrzeugen aller «AMAG Marken», die älter als 20 Jahre sind, also vom VW Käfer bis zum Chrysler Valiant, vom VW Bulli bis zum Audi quattro, vom Standard Vanguard bis hin zum Skoda Favorit, vom SEAT 600 bis zum Porsche 911. Selbstverständlich freuen sich die Verantwortlichen der AMAG Classic auch über alle anderen Young- und Oldtimer und Besucherinnen und Besucher ohne Oldie.

Wer noch keinen Oldtimer hat, das besondere Fahrgefühl aber dennoch erleben will, kann am Classic Day eine Oldie-Probefahrt machen. Und auch Kulinarik und musikalische Unterhaltung kommen nicht zu kurz: Eine Festbeiz und verschiedene Foodtrucks und eine Band garantieren ein ansprechendes Rahmenprogramm. Für die kleinen Gäste gibt es ebenfalls einige Attraktionen und einen Malwettbewerb. Und ein besonderes Highlight wartet nur wenige Gehminuten vom Festgelände entfernt: Ein Teil der historischen AMAG Sammlung öffnet erstmalig ihre Türen für das interessierte Publikum.

Der Eintritt ist für Besucherinnen und Besucher mit oder ohne Oldie gratis.

Türöffnung Samstag, 25.6.: 12.00 – 20.00h, Sonntag, 26.6.: 09.00h – 16.00h

Die Automontage Schinznach AG

Die Schweiz kannte eine eigenständige Automobilproduktion mit Martini, Turicum oder anderen, in der Schweiz wurden auch edle Marken mit edlen Karosserien versehen. In der Schweiz wurden aber auch ausländische Fahrzeuge komplett montiert. So wurde Schinznach-Bad vor über 70 Jahren zu einem der grossen Automobilbau-Zentren der Schweiz. 1947 bot sich in Schinznach-Bad der Kauf eines Areals einer früheren Zementfabrik mit Fabrikationshallen an. Diese Fabrik war schon vor dem zweiten Weltkrieg Konkurs gegangen und in den Kriegsjahren wurden die Hallen als Stroh- und Heulager der Armee genutzt. Im gleichen Jahr erfolgte der Umbau in eine für damalige Begriffe moderne Kleinmontageanlage für Automobile. 1949 begann die ASAG (Automontage Schinznach AG) mit der Montage der ersten Plymouth- und Standard-Limousinen.

Doch was brachte ein Automobilhandelsunternehmen dazu, Fahrzeuge selbst im eigenen Lande zu montieren? Wie häufig bei solchen Entscheidungen war der Fiskus der ausschlaggebende Punkt. Auf Komplettfahrzeugen aus den USA hatten die Schweizer Zollbehörden beinahe protektionistische Zollgebühren erhoben. Teilelieferungen hingegen waren sehr günstig, denn sie schafften Arbeitsplätze.

Im Laufe der Jahre wurden Steuergründe immer unbedeutender. Die Automontage Autos überzeugten dafür mit einer den aus den USA fertig gelieferten Fahrzeugen deutlich überlegenen Fertigungsqualität. «Montage Suisse» wurde zum Qualitätslabel.

Doch gegen Ende der sechziger Jahre verfiel die amerikanische Autoindustrie hinsichtlich Hubraum und Leistung wieder dem Gigantismus. Zudem sorgte die Aufhebung eines festen Wechselkurs Dollar/ Schweizer Franken dazu, dass der Dollar abgewertet wurde. Auch das allgemeine Interesse an den wieder gewachsenen Valiants und Darts nahm laufend ab. Gleichzeitig hatte die AMAG mit der von Volkswagen gekauften Auto Union AG plötzlich mit Audi 90 oder Audi 100 ein neues, verbrauchsärmeres Angebot in der Mittel- und gehobenen Mittelklasse. Die Nachfrage nach in der Schweiz montierten Fahrzeugen nahm laufend ab. Die Automontage konnte nicht mehr rentabel geführt werden. Hatte die Montage in Schinznach mit einem Plymouth begonnen, so lief sie vor 50 Jahren und nach 29’227 Einheiten aus.

Anschliessend wurden am Standort Schinznach die Montageanlagen abgebrochen.

In den Montagehallen befinden sich heute – nach mehreren Umbauten – eine grosse Werkstatt mit Spenglerei, Lackiererei und Ersatzteillager. Schinznach-Bad ist heute nach über 70 Jahren immer noch ein wichtiger Garagenstandort und seit 2021 zudem Standort der AMAG Classic.

Die AMAG Classic

Ein spezialisiertes Team kümmert sich um klassische Fahrzeuge aller AMAG Konzernmarken. Egal ob VW Käfer, VW Golf, Bulli, Audi quattro, Skoda Favorit, SEAT Ibiza oder auch Amerikaner aus der Automontage Schinznach-Zeit. Die Fachleute der AMAG Classic, die viel Wissen rund um klassische Fahrzeuge haben, betreuen aber auch Old- und Youngtimer aller Marken gerne. 

Das bietet AMAG Classic:

  • Service und Reparaturen von klassischen Modellen aller «AMAG»-Marken (inkl.  alle Fahrzeuge, die bei der AMAG in Schinznach-Bad zwischen 1949 und 1972 montiert wurden)
  • Restaurationen (inkl. Karosserie und Lackierarbeiten im eigenen Betrieb)
  • Ersatzteilsuche
  • Veranstaltungen
  • Vermietung von Oldtimern
  • An- und Verkauf von Old- und Youngtimern

Zudem ist die AMAG Schinznach-Bad auch weiterhin verlässlicher Markenpartner der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge und Skoda sowie Servicepartner für Audi.

AMAG Group AG beteiligt sich an Synhelion

Die AMAG Gruppe hat eine klare Klimastrategie und will bis 2025 als Unternehmen klimaneutral werden. Ein eigener Klima- und Innovationsfonds unterstützt Initiativen und Startups, die zur Dekarbonisierung beitragen. Heute geht die AMAG Group AG das erste Engagement ein und beteiligt sich am Schweizer ETH Spin off Synhelion.

Die Zukunft der Mobilität im Bereich der Personenwagen wird elektrisch sein. Darin herrscht Einigkeit. Fast alle grossen Autohersteller setzen heute bei Neuwagen zur Senkung des CO2-Ausstosses auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. In den kommenden Jahren werden viele neue Modelle auf den Markt kommen. Alleine AMAG Import lanciert in diesem Jahr gemeinsam mit ihren autorisierten Handelspartnern acht neue BEV’s und sieben neue PHEV’s. Für das Jahr 2025 soll ein Marktanteil von 50% bei den Steckerfahrzeugen und 2030 mehr als 70% erreicht werden.

Doch gibt es auch andere Verkehrsträger und ein nicht unerheblicher Bestand an Automobilen, deren CO2 Emissionen auch gesenkt werden können. Nicht zu vergessen die knapp 200'000 Veteranenfahrzeuge, mit denen ihre Besitzerinnen und Besitzer auch in Zukunft fahren wollen.

Eine Lösung für diese Fahrzeuge kann der Einsatz von synthetischen Treibstoffen sein, die unter Verwendung regenerativer Energie aus CO2 produziert werden.

Mit Sonnenwärme zu Solar Fuels

Eine sehr interessante Lösung hat das Schweizer Startup-Unternehmen Synhelion, ein ETH Spin off, entwickelt, in dem sie in ihrem Prozess nicht Solarstrom sondern Solarwärme verwenden. «Solar Fuels» werden aus Sonnenwärme hergestellt, die einen thermochemischen Reaktor antreibt. In dem Reaktor werden Kohlendioxid und Wasser in Synthesegas umgewandelt und anschliessend zu flüssigen Treibstoffen wie Solarbenzin oder Solardiesel weiterverarbeitet. Sonnige Regionen bieten ideale Bedingungen für die Herstellung von Solartreibstoffen, insbesondere Wüsten und semiaride Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung. Die tagsüber erzeugte Sonnenwärme kann durch kostengünstige thermische Energiespeicher gespeichert werden und ermöglicht so die Produktion von Treibstoffen rund um die Uhr. Die Speicherung macht diese solaren Treibstoffanlagen autark und unabhängig von einem Netz, so dass sie schnell und in grossem Massstab ausgerollt werden können. Durch entsprechende Skaleneffekte können die Herstellungskosten der Treibstoffe rasch gesenkt werden.

Aktuell sind Solar Fuels, wie auch e-Fuels, noch nicht auf dem Markt erhältlich.

Die Synhelion SA ist in Lugano zuhause und entwickelt modernste Solartechnologie, um die weltweiten CO2-Emissionen zu reduzieren. Im Jahr 2016 wurde das Unternehmen gegründet, um solare Treibstoffe auf den Markt zu bringen. Eine erste Pilotanlage wurde 2019 auf dem Dach der ETH in Betrieb genommen, eine weitere Anlage in industrieller Grösse wird 2022 gebaut und 2023 in Betrieb genommen.

Erstes Investment aus dem neuen AMAG Klima- und Innovationsfonds

Die AMAG Gruppe hat 2021 die Weichen gestellt und ihre Klimastrategie präsentiert: Reduzieren, eliminieren und, wenn nötig, kompensieren. So will die AMAG bis 2025 als Unternehmen klimaneutral werden. Zudem hat die AMAG die Ambition, bis 2040 einen klimaneutralen Fussabdruck gemäss Net Zero zu erreichen. Ein eigener Klima- und Innovationsfonds unterstützt ab sofort Initiativen und Startups, die zur Dekarbonisierung beitragen.

Ein erstes Investment erfolgt jetzt bei Synhelion. Die AMAG Group AG und die Synhelion SA haben eine Beteiligung vereinbart.

AMAG CEO Helmut Ruhl: «Auch wenn das Gros der Automobile zukünftig elektrisch unterwegs sein wird, ist es wichtig, dass wir auch klimaneutrale Lösungen für die bestehende Fahrzeugflotte haben. Das sind wir auch unserem Kulturerbe, den klassischen Fahrzeugen, schuldig. Das Schweizer Startup Synhelion hat einen sehr spannenden Weg gefunden, um aus Sonnenenergie Treibstoffe zu produzieren, die in herkömmlichen Verbrennungsmotoren verwendet werden können. Wenn es möglich ist, dies auch in grossen Mengen zu entsprechenden Preisen zu machen, dann kann das eine Lösung für verschiedene Verkehrsträger sein. Wir setzen auf Technologie, Innovation und Unternehmertum, um unseren Beitrag zu den Klimazielen der Schweiz zu leisten.»

Synhelion CEO und Mitgründer Gianluca Ambrosetti: «Mit unseren Solartreibstoffen können wir fossile Treibstoffe ersetzen und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs leisten. Für eine zeitnahe Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehr braucht es verschiedene Ansätze. Unsere Technologie bietet eine wirtschaftliche, effiziente und schnell skalierbare Lösung, insbesondere für Bestandsfahrzeuge und im Langstreckenbereich. Wir freuen uns, mit AMAG einen weiteren starken Partner im Kampf für CO2-neutrale Mobilität an unserer Seite zu haben.

 

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